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Pro- und Präbiotika – wirksam in Prophylaxe und Therapie
Zusammenfassung Probiotika sind definierte lebende Mikroorganismen, die ausreichend und in aktiver Form in den Darm gelangen und dabei positive gesundheitliche Wirkungen erzielen können.1 Das Konzept der positiven Modulation der Darmflora durch Bakterien besteht bereits seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts.2 In den letzten Jahren sind verstärkt wissenschaftliche Arbeiten erschienen, die die Zusammenhänge zwischen dem Konsum probiotischer Mikroorganismen und der Prävention sowie der Therapie verschiedener Erkrankungen bestätigt haben. Als wissenschaftlich anerkannt gilt ihr positiver Einfluss auf gastrointestinale Störungen und allergische Erkrankungen, ihre immunmodulatorischen Effekte sowie ihre Bedeutung in der Krebsprävention. Präbiotika sind spezifische unverdauliche Nahrungsbestandteile, die die bakterielle Fermentation im Darm modulieren können, indem sie zu einer selektiven Vermehrung von Probiotika führen und dadurch positive gesundheitliche Wirkungen erzielen.1 Durch die kombinierte Gabe von Pro- und Präbiotika in Form von Synbiotika ergeben können sich synergistische Effekte ergeben. Wenn auch für beide Wirkprinzipien aktuell noch nicht genügend Daten zur Verfügung stehen, die eine generelle Empfehlung bei allen genannten Erkrankungen erlauben, ist davon auszugehen, dass die weitere Erforschung von Pro- und Präbiotika und ihre Bedeutung für die Darmflora und das Immunsystem zur Entwicklung neuer Therapiestrategien führen wird.
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Erschienen in der Fachzeitschrift „Pharmazeutische Wissenschaft“ |
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